Walderlebniszentrum Historischer Forsthof Bärenfels

Historischer Forsthof, Arboretum, Samendarre von 1832, NSG Hofehübel

Historischer Forsthof Bärenfels - Sitz des Staatsbetriebs Sachsenforst, Forstbezirk Bärenfels und Verein "Walderlebniszentrum Bärenfels e.V."

Am nörd­li­chen Rand der Ort­schaft Bären­fels fin­det sich der his­to­ri­sche Forst­hof.

Otto Edu­ard Schmidt schreibt in sei­nem Buch „Kur­säch­si­sche Streif­zü­ge“ 1928, Sei­te 316: „Viel­leicht schon vor­her (vor 1519) war jen­seits des tief­ein­ge­schnit­te­nen Wei­ße­ritz­ta­les das Bern­stein­sche Vor­werk Bären­fels ange­legt wor­den, aus dem das selb­stän­di­ge Rit­ter­gut Bären­fels her­vor­wuchs, jetzt der Sitz der Forst­meis­te­rei.“ Im 17. Jahr­hun­dert über­nahm der säch­si­sche Kur­fürst Johann Georg der Ers­te den Besitz, das Rit­ter­gut wur­de zur Ober­förs­te­rei und ist seit die­ser Zeit unun­ter­bro­chen Sitz einer Forst­ver­wal­tung.

historische Samendarre im Forsthof Bärenfels1832 wur­de durch Hein­rich Max­mi­li­an von Klotz eine Samen­d­ar­re nach dem Bei­spiel der ers­ten Dar­re, die in Lauß­nitz bei Königs­brück errich­tet wur­de, an das Stall­ge­bäu­de ange­baut. Die­se his­to­ri­sche Dar­re ist noch ori­gi­nal­ge­treu vor­han­den.

Seit 1990 wer­den die fast fünf­hun­dert Jah­re alten Gebäu­de umfas­send saniert und von der Säch­si­schen Forst­ver­wal­tung als Dienst­sitz genutzt.

1926 kam der Forst­mann Her­mann Krutzsch als Forst­amts­vor­stand nach Bären­fels. Er brach­te die Ide­en der natur­ge­mä­ßen Wald­wirt­schaft nach Bären­fels und begann einen wald­bau­li­chen Dau­er­wald­ver­such auf 170 Hekt­ar Wald­flä­che. Ziel war der Auf­bau von grup­pen- bis horst­wei­se gemisch­ten, ungleich­alt­rig auf­ge­bau­ten Wäl­dern mit stand­orts­ge­mä­ßen Baum­ar­ten, die in ihrer Holz­qua­li­tät und ihrem Vor­rat in bes­ter Ver­fas­sung sein soll­ten. Sei­ne Ide­en haben nach­fol­gen­de Forst­ge­nera­tio­nen auf­ge­grif­fen und mit Fin­ger­spit­zen­ge­fühl fort­ge­führt. Davon erzäh­len die natur­na­hen Wäl­der rund um Bären­fels heu­te sehr ein­drucks­voll.

 Eine sehr sehens­wer­te Aus­stel­lung infor­miert die Besu­cher über die Geschich­te der Wäl­der im Osterz­ge­bir­ge sowie das Leben und die Arbeit von Her­mann Krutzsch.

Rund um den Forst­hof zeigt das im Jahr 2000 ange­leg­te Arbo­re­tum die typi­schen Baum- und Strauch­ar­ten von acht natür­li­chen Wald­ge­sell­schaf­ten. Das Arbo­re­tum ist auch ohne Füh­rung jeder­zeit begeh­bar. Dane­ben ver­mit­telt der Rund­gang „His­to­ri­sche Forst­wirt­schaft“ im Außen­be­reich dem Besu­cher, was sich hin­ter dem Begriff „Fest­me­ter“ ver­birgt, wie ein Holz­koh­lemei­ler auf­ge­baut ist und was frü­her die Frau­en in einem Pflanz­kamp zu tun hat­ten.

Eine Wan­de­rung ent­lang der Natur­lehr­pfa­de über den angren­zen­den Hof­e­h­ü­bel lohnt sich zu jeder Jah­res­zeit. Hier lässt sich viel Inter­es­san­tes zu den hei­mi­sche Tier- und Pflan­zen­ar­ten ent­de­cken und man bekommt einen Ein­blick in die Anfän­ge der natur­ge­mä­ßen Wald­wirt­schaft.

Walderlebniszentrum Forsthof Bärenfels

Staats­be­trieb Sach­sen­forst Forst­be­zirk Bären­fels

Alte Böh­mi­sche Stra­ße 2
01773 Alten­berg OT Bären­fels
Tele­fon: (035052) 613–0
Tele­fax: (035052) 613–28

Füh­run­gen durch die Aus­stel­lung:

  • mitt­wochs 10.00 Uhr
  • Dau­er ca. 2 Stun­den
  • Treff­punkt: vor dem Forst­be­zirks­ge­bäu­de
  • Eine Anmel­dung ist nicht erfor­der­lich.

Geschicht­li­che Infor­ma­tio­nen stam­men aus dem Buch „Kur­ort Kips­dorf und Umge­bung“ Band II, der vom Hei­mat­ver­ein Kips­dorf e.V. unter Lei­tung von Dr. Ger­hardt zusam­men­ge­stellt und her­aus­ge­ge­ben wur­de.

Wald­er­leb­nis­zen­trum His­to­ri­scher Forst­hof Bären­fels


Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen