Reisebedingungen

Allgemeine Geschäftsbedingungen zur Reisevermittlung durch das Tourist-Info-Büro Altenberg

GASTAUFNAHME- UND VERMITTLUNGSBEDINGUNGEN

Sehr geehr­ter Gast,

wir freu­en uns über Ihr Inter­es­se an der Buchung einer Unter­kunft bei einem Gast­ge­ber in der Urlaubs­re­gi­on Alten­berg. Im Fal­le des Zustan­de­kom­mens eines Gast­auf­nah­me­ver­tra­ges wer­den der Gast­ge­ber und das Tou­rist-Info-Büro Alten­berg ihre gan­ze Kraft und Erfah­rung ein­set­zen, um Ihren Auf­ent­halt so ange­nehm wie mög­lich zu gestal­ten. Hier­zu tra­gen auch kla­re recht­li­che Ver­ein­ba­run­gen über Ihre Rech­te und Pflich­ten als Gast und die Rech­te und Pflich­ten Ihres Gast­ge­bers bei, die mit Ihnen in Form der nach­fol­gen­den Gast­auf­nah­me­be­din­gun­gen getrof­fen wer­den sol­len. Die­se Gast­auf­nah­me­be­din­gun­gen wer­den, soweit wirk­sam ver­ein­bart, Inhalt des im Buchungs­fall zwi­schen Ihnen und Ihrem Gast­ge­ber zu Stan­de kom­men­den Gast­auf­nah­me­ver­tra­ges. Bit­te lesen Sie die­se Gast­auf­nah­me­be­din­gun­gen daher vor Ihrer Buchung sorg­fäl­tig durch.

1. Stel­lung des Tou­rist-Info-Büros Alten­berg als Buchungs­ser­vice; Gel­tungs­be­reich die­ser Ver­trags­be­din­gun­gen

1.1. Das Tou­rist-Info-Büro Alten­berg ist Betrei­ber der jewei­li­gen Inter­net­auf­trit­te bzw. Her­aus­ge­ber ent­spre­chen­der Gast­ge­ber­ver­zeich­nis­se. Soweit das Tou­rist-Info-Büro Alten­berg Unter­künf­te ledig­lich ver­mit­telt, hat er zusätz­lich die Stel­lung eines Rei­se­ver­mitt­lers. Das Tou­rist-Info-Büro Alten­berg ist jedoch in kei­nem Fall Ver­trags­part­ner des im Buchungs­fal­le zu Stan­de kom­men­den Gast­auf­nah­me­ver­tra­ges. Er haf­tet daher nicht für die Anga­ben des Gast­ge­bers zu Prei­sen und Leis­tun­gen, für die Leis­tungs­er­brin­gung selbst sowie für Leis­tungs­män­gel.

1.2. Eine etwai­ge Haf­tung des Tou­rist-Info-Büros Alten­berg und aus dem Ver­mitt­lungs­ver­trag und aus gesetz­li­chen Bestim­mun­gen, ins­be­son­de­re nach zwin­gen­den Vor­schrif­ten über Tele­diens­te und den elek­tro­ni­schen Geschäfts­ver­kehr bleibt hier­von unbe­rührt.

1.3. Die vor­lie­gen­den Geschäfts­be­din­gun­gen gel­ten, soweit wirk­sam ver­ein­bart, für Gast­auf­nah­me­ver­trä­ge, bei denen Buchungs­grund­la­gen die vom Tou­rist-Info-Büro Alten­berg her­aus­ge­ge­be­nen Gast­ge­ber­ver­zeich­nis­se, Kata­lo­ge oder Unter­kunfts­an­ge­bo­te in Inter­net­auf­trit­ten sind.

1.4. Den Gast­ge­bern bleibt es vor­be­hal­ten, mit dem Gast ande­re als die vor­lie­gen­den Gast­auf­nah­me­be­din­gun­gen zu ver­ein­ba­ren oder ergän­zen­de oder abwei­chen­de Ver­ein­ba­run­gen zu den vor­lie­gen­den Gast­auf­nah­me­be­din­gun­gen zu tref­fen.

2. Ver­trags­schluss

2.1. Für alle Buchungs­ar­ten gilt:

a) Grund­la­ge des Ange­bots des Gast­ge­bers und der Buchung des Gas­tes sind die Beschrei­bung der Unter­kunft und die ergän­zen­den Infor­ma­tio­nen in der Buchungs­grund­la­ge (z.B. Klas­si­fi­zie­rungs­er­läu­te­run­gen) soweit die­se dem Gast bei der Buchung vor­lie­gen.

b)  Ent­spre­chend den gesetz­li­chen Ver­pflich­tun­gen wird der Gast dar­auf hin­ge­wie­sen, dass nach den gesetz­li­chen Vor­schrif­ten (§ 312g Abs. 2 Satz 1 Ziff. 9 BGB) bei Gast­auf­nah­me­ver­trä­gen, die im Fern­ab­satz (Brie­fe, Kata­lo­ge, Tele­fon­an­ru­fe, Tele­ko­pi­en, E‑Mails, über Mobil­funk­dienst ver­sen­de­te Nach­rich­ten (SMS) sowie Rund­funk und Tele­me­di­en) abge­schlos­sen wur­den, kein Wider­rufs­recht besteht son­dern ledig­lich die gesetz­li­chen Rege­lun­gen über die Nichtin­an­spruch­nah­me von Miet­leis­tun­gen (§ 537 BGB) gel­ten (sie­he hier­zu auch Ziff. 6 die­ser Gast­auf­nah­me­be­din­gun­gen). Ein Wider­rufs­recht besteht jedoch, wenn der Gast­auf­nah­me­ver­trag außer­halb von Geschäfts­räu­men geschlos­sen wor­den ist, es sei denn, die münd­li­chen Ver­hand­lun­gen, auf denen der Ver­trags­schluss beruht, sind auf vor­her­ge­hen­de Bestel­lung von Ihnen als Ver­brau­cher geführt wor­den; im letzt­ge­nann­ten Fall besteht ein Wider­rufs­recht eben­falls nicht.

2.2. Für die Buchung, die münd­lich, tele­fo­nisch, schrift­lich, per E‑Mail oder per Tele­fax erfolgt, gilt:

a) Mit der Buchung bie­tet der Gast dem Gast­ge­ber den Abschluss des Gast­auf­nah­me­ver­tra­ges ver­bind­lich an.

b) Der Ver­trag kommt mit dem Zugang der Annah­me­er­klä­rung des Gast­ge­bers (Buchungs­be­stä­ti­gung) beim Gast zustan­de. Sie bedarf kei­ner Form, so dass auch münd­li­che und tele­fo­ni­sche Bestä­ti­gun­gen für den Gast und den Gast­ge­ber rechts­ver­bind­lich sind. Im Regel­fall wird das Tou­rist-Info-Büro Alten­berg dem Gast bei münd­lich oder tele­fo­nisch erfolg­ten Buchungs­be­stä­ti­gun­gen zusätz­lich eine Aus­fer­ti­gung der Buchungs­be­stä­ti­gung in Text­form über­mit­teln. Münd­li­che oder tele­fo­ni­sche Buchun­gen durch den Gast füh­ren bei ent­spre­chen­der ver­bind­li­cher münd­li­cher oder tele­fo­ni­scher Bestä­ti­gung durch den Gast­ge­ber jedoch auch dann zum ver­bind­li­chen Ver­trags­ab­schluss, wenn dem Gast die ent­spre­chen­de zusätz­li­che Aus­fer­ti­gung der Buchungs­be­stä­ti­gung in Text­form nicht zugeht.

c) Unter­brei­tet der Gast­ge­ber dem Gast auf des­sen Wunsch hin ein spe­zi­el­les Ange­bot, so liegt dar­in, abwei­chend von den vor­ste­hen­den Rege­lun­gen, ein ver­bind­li­ches Ver­trags­an­ge­bot des Gast­ge­bers an den Gast, soweit es sich hier­bei nicht um eine unver­bind­li­che Aus­kunft über ver­füg­ba­re Unter­künf­te und Prei­se han­delt. In die­sen Fäl­len kommt der Ver­trag, ohne dass es einer ent­spre­chen­den Rück­be­stä­ti­gung durch den Gast­ge­ber bedarf, zu Stan­de, wenn der Gast die­ses Ange­bot inner­halb einer im Ange­bot gege­be­nen­falls genann­ten Frist ohne Ein­schrän­kun­gen, Ände­run­gen oder Erwei­te­run­gen durch aus­drück­li­che Erklä­rung, Anzah­lung, Rest­zah­lung oder Inan­spruch­nah­me der Unter­kunft annimmt. Bei Buchun­gen, die im Inter­net erfol­gen, gilt für den Ver­trags­ab­schluss:

d) Mit Betä­ti­gung des But­tons (der Schalt­flä­che) „zah­lungs­pflich­tig buchen“ bie­tet der Gast dem Gast­ge­ber den Abschluss des Gast­auf­nah­me­ver­tra­ges ver­bind­lich an. Dem Gast wird der Ein­gang sei­ner Buchung unver­züg­lich auf elek­tro­ni­schem Weg bestä­tigt.

e) Die Über­mitt­lung des Ver­trags­an­ge­bots durch Betä­ti­gung des But­tons “zah­lungs­pflich­tig buchen” begrün­det kei­nen Anspruch des Gas­tes auf das Zustan­de­kom­men eines Gast­auf­nah­me­ver­tra­ges ent­spre­chend sei­ner Buchungs­an­ga­ben. Der Gast­ge­ber ist viel­mehr frei in sei­ner Ent­schei­dung, das Ver­trags­an­ge­bot des Gas­tes anzu­neh­men oder nicht.

f) Der Ver­trag kommt durch den Zugang der Buchungs­be­stä­ti­gung beim Gast zu Stan­de.

2.3. Erfolgt die Buchungs­be­stä­ti­gung sofort nach Vor­nah­me der Buchung des Gas­tes durch Betä­ti­gung des But­tons “zah­lungs­pflich­tig buchen“ durch ent­spre­chen­de Dar­stel­lung der Buchungs­be­stä­ti­gung am Bild­schirm (Buchung in Echt­zeit), so kommt der Gast­auf­nah­me­ver­trag mit Zugang und Dar­stel­lung die­ser Buchungs­be­stä­ti­gung beim Gast zu Stan­de. In die­sem Fall wird dem Gast die Mög­lich­keit zur Spei­che­rung und zum Aus­druck der Buchungs­be­stä­ti­gung ange­bo­ten. Die Ver­bind­lich­keit des Gast­auf­nah­me­ver­tra­ges ist jedoch nicht davon abhän­gig, dass der Gast die­se Mög­lich­kei­ten zur Spei­che­rung oder zum Aus­druck nutzt. Im Regel­fall erhält der Gast zusätz­lich eine Aus­fer­ti­gung der Buchungs­be­stä­ti­gung per E‑Mail, E‑Mail-Anhang, Post oder Fax über­mit­telt. Der Zugang einer sol­chen zusätz­lich über­mit­tel­ten Buchungs­be­stä­ti­gung ist jedoch nicht Vor­aus­set­zung für die Rechts­ver­bind­lich­keit des Gast­auf­nah­me­ver­tra­ges.

3. Prei­se und Leis­tun­gen

3.1. Die in der Buchungs­grund­la­ge (Gast­ge­ber­ver­zeich­nis, Ange­bot des Gast­ge­bers, Inter­net) ange­ge­be­nen Prei­se sind End­prei­se und schlie­ßen die gesetz­li­che Mehr­wert­steu­er und alle Neben­kos­ten ein, soweit bezüg­lich der Neben­kos­ten nichts ande­res ange­ge­ben ist. Geson­dert anfal­len und aus­ge­wie­sen sein kön­nen Kurbeitrag/Kurtaxe sowie Ent­gel­te für ver­brauchs­ab­hän­gig abge­rech­ne­te Leis­tun­gen (z.B. Strom, Gas, Was­ser, Kamin­holz) und für Wahl- und Zusatz­leis­tun­gen, die erst vor Ort gebucht oder in Anspruch genom­men wer­den.

3.2. Die vom Gast­ge­ber geschul­de­ten Leis­tun­gen erge­ben sich aus­schließ­lich aus dem Inhalt der Buchungs­be­stä­ti­gung, den Anga­ben zur Unter­kunft und den Leis­tun­gen des Gast­ge­bers in der Buchungs­grund­la­ge sowie aus etwa ergän­zend mit Ihnen aus­drück­lich getrof­fe­nen Ver­ein­ba­run­gen.

4. Zah­lung

4.1. Die Fäl­lig­keit von Anzah­lung und Rest­zah­lung rich­tet sich nach der zwi­schen dem Gast und dem Gast­ge­ber getrof­fe­nen und in der Buchungs­be­stä­ti­gung ver­merk­ten Ver­ein­ba­rung. Ist eine beson­de­re Ver­ein­ba­rung nicht getrof­fen wor­den, so ist der gesam­te Unter­kunfts­preis ein­schließ­lich der Ent­gel­te für Neben­kos­ten und Zusatz­leis­tun­gen zum Auf­ent­halt­sen­de zah­lungs­fäl­lig und an den Gast­ge­ber zu bezah­len.

4.2. Der Gast­ge­ber kann nach Ver­trags­ab­schluss eine Anzah­lung von bis zu 20% des Gesamt­prei­ses der Unter­kunfts­leis­tun­gen und gebuch­ter Zusatz­leis­tun­gen ver­lan­gen, soweit im Ein­zel­fall zur Höhe der Anzah­lung nichts ande­res ver­ein­bart ist.

4.3. Der Gast­ge­ber kann bei Auf­ent­hal­ten von mehr als 1 Woche nach deren Ablauf die Ver­gü­tung für zurück­lie­gen­de Auf­ent­halts­ta­ge sowie für Zusatz­leis­tun­gen (z.B. im Unter­kunfts­preis nicht ent­hal­te­ne Ver­pfle­gungs­leis­tun­gen, Ent­nah­men aus der Mini­bar) abrech­nen und zah­lungs­fäl­lig stel­len.

4.4. Zah­lun­gen in Fremd­wäh­run­gen sind nicht mög­lich. Kre­dit­kar­ten­zah­lun­gen sind nur mög­lich, wenn dies ver­ein­bart oder vom Gast­ge­ber all­ge­mein durch Aus­hang ange­bo­ten wird. Zah­lun­gen am Auf­ent­halt­sen­de sind nicht durch Über­wei­sung mög­lich.

4.5. Erfolgt durch den Gast eine ver­ein­bar­te Anzah­lung trotz einer Mah­nung des Gast­ge­bers mit ange­mes­se­ner Frist­set­zung nicht oder nicht voll­stän­dig inner­halb der ange­ge­be­nen Frist, so ist der Gast­ge­ber, soweit er selbst zur Erbrin­gung der ver­trag­li­chen Leis­tun­gen bereit und in der Lage ist und soweit kein gesetz­li­ches oder ver­trag­li­ches Zurück­be­hal­tungs­recht des Gas­tes besteht, berech­tigt, vom Ver­trag mit dem Gast zurück­zu­tre­ten und von ihm Rück­tritts­kos­ten gemäß Ziff. 6 die­ser Bedin­gun­gen zu for­dern.

5. An- und Abrei­se

5.1. Die Anrei­se des Gas­tes hat zum ver­ein­bar­ten Zeit­punkt, ohne beson­de­re Ver­ein­ba­rung spä­tes­tens bis 18:00 Uhr zu erfol­gen.

5.2. Für spä­te­re Anrei­sen gilt:

a) Der Gast ist ver­pflich­tet dem Gast­ge­ber spä­tes­tens bis 18:00 Uhr oder zum ver­ein­bar­ten Anrei­se­zeit­punkt Mit­tei­lung zu machen, falls er ver­spä­tet anreist oder die gebuch­te Unter­kunft bei mehr­tä­gi­gen Auf­ent­hal­ten erst an einem Fol­ge­tag bezie­hen will.

b) Erfolgt eine frist­ge­rech­te Mit­tei­lung nicht, ist der Gast­ge­ber berech­tigt, die Unter­kunft ander­wei­tig zu bele­gen. Für die Zeit der Nicht­be­le­gung gel­ten die Bestim­mun­gen über den Rück­tritt bzw. die Nicht­an­rei­se des Gas­tes in die­sen Gast­auf­nah­me­be­din­gun­gen ent­spre­chend.

c) Für Bele­gungs­zei­ten, in denen der Gast auf­grund ver­spä­te­ter Anrei­se die Unter­kunft nicht in Anspruch nimmt, gel­ten die Bestim­mun­gen über den Rück­tritt bzw. die Nicht­an­rei­se des Gas­tes in die­sen Gast­auf­nah­me­be­din­gun­gen ent­spre­chend. Der Gast hat für sol­che Bele­gungs­zei­ten kei­ne Zah­lun­gen an den Gast­ge­ber zu leis­ten, wenn der Gast­ge­ber ver­trag­lich oder gesetz­lich für die Grün­de der spä­te­ren Ankunft bzw. der Nicht­be­le­gung ein­zu­ste­hen hat.

5.3. Die Frei­ma­chung der Unter­kunft des Gas­tes hat zum ver­ein­bar­ten Zeit­punkt, ohne beson­de­re Ver­ein­ba­rung spä­tes­tens bis 10:00 Uhr des Abrei­se­ta­ges zu erfol­gen. Bei nicht frist­ge­mä­ßer Räu­mung der Unter­kunft kann der Gast­ge­ber eine ent­spre­chen­de Mehr­ver­gü­tung ver­lan­gen. Die Gel­tend­ma­chung eines wei­ter­ge­hen­den Scha­dens bleibt dem Gast­ge­ber vor­be­hal­ten. Ein Anspruch der Nut­zun­gen der Ein­rich­tun­gen des Unter­kunfts­be­triebs des Gast­ge­bers nach 10:00 Uhr des Abrei­se­ta­ges besteht nur im Fal­le eines dies­be­züg­li­chen all­ge­mei­nen Hin­weis des Gast­ge­bers oder einer mit die­ser im Ein­zel­fall getrof­fe­nen Ver­ein­ba­rung.

6. Rück­tritt und Nicht­an­rei­se

6.1. Im Fal­le eines Rück­tritts oder der Nicht­an­rei­se des Gas­tes bleibt der Anspruch des Gast­ge­bers auf Bezah­lung des ver­ein­bar­ten Auf­ent­halts­prei­ses ein­schließ­lich des Ver­pfle­gungs­an­teils und der Ent­gel­te für Zusatz­leis­tun­gen, bestehen. Dies gilt nicht, soweit dem Gast vom Gast­ge­ber im Ein­zel­fall ein kos­ten­lo­ses Rück­tritts­recht ein­ge­räumt wur­de und dem Gast­ge­ber die Erklä­rung des Gas­tes über die Aus­übung die­ses kos­ten­lo­sen Rück­tritts­rechts, die kei­ner bestimm­ten Form bedarf, frist­ge­recht zugeht.

6.2. Der Gast­ge­ber hat sich im Rah­men sei­nes gewöhn­li­chen Geschäfts­be­trie­bes, ohne Ver­pflich­tung zu beson­de­ren Anstren­gun­gen und unter Berück­sich­ti­gung des beson­de­ren Cha­rak­ters der gebuch­ten Unter­kunft (z.B. Nicht­rau­cher­zim­mer, Fami­li­en­zim­mer) um eine ander­wei­ti­ge Ver­wen­dung der Unter­kunft zu bemü­hen.

6.3. Soweit dem Gast­ge­ber für den vom Gast gebuch­ten Zeit­raum eine ander­wei­ti­ge Bele­gung mög­lich ist, wird er sich auf sei­nen Anspruch nach Ziff. 6.1 die Ein­nah­men aus einer sol­chen ander­wei­ti­gen Bele­gung, soweit eine sol­che nicht mög­lich ist, erspar­te Auf­wen­dun­gen anrech­nen las­sen.

6.4. Nach den von der Recht­spre­chung aner­kann­ten Pro­zent­sät­zen für die Bemes­sung erspar­ter Auf­wen­dun­gen, ist der Gast ver­pflich­tet, unter Berück­sich­ti­gung gege­be­nen­falls nach Ziff. 6.3 anzu­rech­nen­der Beträ­ge an den Gast­ge­ber die fol­gen­den Beträ­ge zu bezah­len, jeweils bezo­gen auf den gesam­ten Preis der Unter­kunfts­leis­tun­gen (ein­schließ­lich aller Neben­kos­ten), jedoch ohne Berück­sich­ti­gung von Kur­bei­trä­gen:

  • Bei Ferienwohnungen/Unterkünften ohne Ver­pfle­gung 90%
  • Bei Übernachtung/Frühstück 80%
  • Bei Halb­pen­si­on 70%
  • Bei Voll­pen­si­on 60%

6.5. Es bleibt dem Gast aus­drück­lich vor­be­hal­ten, dem Gast­ge­ber nach­zu­wei­sen, dass die erspar­ten Auf­wen­dun­gen wesent­lich höher sind, als die vor­ste­hend berück­sich­tig­ten Abzü­ge, bzw. dass eine ander­wei­ti­ge Ver­wen­dung der Unter­kunfts­leis­tun­gen oder sons­ti­gen Leis­tun­gen statt­ge­fun­den hat. Im Fal­le eines sol­chen Nach­wei­ses ist der Gast nur ver­pflich­tet, den ent­spre­chend gerin­ge­ren Betrag zu bezah­len.

6.6. Dem Gast wird der Abschluss einer Rei­se­rück­tritts­kos­ten­ver­si­che­rung drin­gend emp­foh­len.

6.7. Die Rück­tritts­er­klä­rung ist bei allen Buchun­gen an die Buchungs­stel­le des Tou­rist-Info-Büros Alten­berg zu rich­ten und soll­te im Inter­es­se des Gas­tes in Text­form erfol­gen. 

7. Pflich­ten des Gas­tes; Kün­di­gung durch den Gast; Mit­nah­me von Tie­ren

7.1. Der Gast ist ver­pflich­tet, eine Haus­ord­nung oder Hof­ord­nung, die ihm bekannt gege­ben wur­de oder für die auf­grund ent­spre­chen­der Hin­wei­se eine zumut­ba­re Mög­lich­keit der Kennt­nis­nah­me bestand, zu beach­ten.

7.2. Der Gast ist ver­pflich­tet, dem Gast­ge­ber auf­tre­ten­de Män­gel und Stö­run­gen unver­züg­lich anzu­zei­gen und Abhil­fe zu ver­lan­gen. Unter­bleibt die­se Män­gel­an­zei­ge des Gas­tes schuld­haft, kön­nen Ansprü­che des Gas­tes an den Gast­ge­ber ganz oder teil­wei­se ent­fal­len.

7.3. Der Gast kann den Ver­trag nur bei erheb­li­chen Män­geln oder Stö­run­gen kün­di­gen. Der Gast hat dem Gast­ge­ber zuvor im Rah­men der Män­gel­an­zei­ge eine ange­mes­se­ne Frist zur Abhil­fe zu set­zen, es sei denn, dass die Abhil­fe unmög­lich ist, vom Gast­ge­ber ver­wei­gert wird oder die sofor­ti­ge Kün­di­gung durch ein beson­de­res, dem Gast­ge­ber erkenn­ba­res Inter­es­se des Gas­tes sach­lich gerecht­fer­tigt ist oder dem Gast aus sol­chen Grün­den die Fort­set­zung des Auf­ent­halts objek­tiv unzu­mut­bar ist.

7.4. Eine Mit­nah­me und Unter­brin­gung von Haus­tie­ren in der Unter­kunft ist nur im Fal­le einer aus­drück­li­chen dies­be­züg­li­chen Ver­ein­ba­rung zuläs­sig, wenn der Gast­ge­ber in der Aus­schrei­bung die­se Mög­lich­keit vor­sieht. Der Gast ist im Rah­men sol­cher Ver­ein­ba­run­gen zu wahr­heits­ge­mä­ßen Anga­ben über Art und Grö­ße ver­pflich­tet. Ver­stö­ße hier­ge­gen kön­nen den Gast­ge­ber zu außer­or­dent­li­chen Kün­di­gung des Gast­auf­nah­me­ver­trag berech­ti­gen.

8. Haf­tungs­be­schrän­kung

8.1. Die Haf­tung des Gast­ge­bers aus dem Gast­auf­nah­me­ver­trag nach § 536a BGB für Schä­den, die nicht aus der Ver­let­zung des Lebens, des Kör­pers oder der Gesund­heit resul­tie­ren, ist aus­ge­schlos­sen, soweit sie nicht auf einer vor­sätz­li­chen oder grob fahr­läs­si­gen Pflicht­ver­let­zung des Gast­ge­bers oder eines der gesetz­li­chen Ver­tre­ter oder Erfül­lungs-gehil­fen des Gast­ge­bers beruht.

8.2. Die even­tu­el­le Gast­wirts­haf­tung des Gast­ge­bers für ein­ge­brach­te Sachen gemäß §§ 701 ff. BGB bleibt durch die­se Rege­lung unbe­rührt.

8.3. Der Gast­ge­ber haf­tet nicht für Leis­tungs­stö­run­gen im Zusam­men­hang mit Leis­tun­gen, die wäh­rend des Auf­ent­halts für den Gast erkenn­bar als Fremd­leis­tun­gen ledig­lich ver­mit­telt wer­den (z.B. Aus­flü­ge, Ein­tritts­kar­ten, Kar­ten für Beför­de­rungs­leis­tun­gen, Sport­ver­an­stal­tun­gen, Thea­ter­be­su­che, Aus­stel­lun­gen usw.). Ent­spre­chen­des gilt für Fremd­leis­tun­gen, die vom Gast­ge­ber bereits zusam­men mit der Buchung der Unter­kunft ver­mit­telt wer­den, soweit die­se in der Aus­schrei­bung bzw. der Buchungs­be­stä­ti­gung aus­drück­lich als Fremd­leis­tun­gen gekenn­zeich­net sind.

9. Alter­na­ti­ve Streit­bei­le­gung; Rechts­wahl und Gerichts­stand

9.1. Der Gast­ge­ber weist im Hin­blick auf das Gesetz über Ver­brau­cher­streit­bei­le­gung dar­auf hin, dass bei Druck­le­gung die­ser Gast­auf­nah­me­be­din­gun­gen wesent­li­che Bestim­mun­gen die­ses Geset­zes noch nicht in Kraft getre­ten waren. Der Gast­ge­ber nimmt der­zeit nicht an einer frei­wil­li­gen Ver­brau­cher­streit­bei­le­gung teil. Sofern die Teil­nah­me an einer Ein­rich­tung zur Ver­brau­cher­streit­bei­le­gung nach Druck­le­gung die­ser Gast­auf­nah­me­be­din­gun­gen für den Gast­ge­ber ver­pflich­tend wür­de, wird der Gast hier­über in geeig­ne­ter Form infor­miert. Für alle Gast­auf­nah­me­ver­trä­ge, die im elek­tro­ni­schen Rechts­ver­kehr geschlos­sen wur­den, wird auf die euro­päi­sche Online-Streit­bei­le­gungs-Platt­form ec.europa.eu/consumers/odr/ hin­ge­wie­sen.

9.2. Auf das Ver­trags­ver­hält­nis zwi­schen dem Gast­ge­ber und dem Gast fin­det aus­schließ­lich deut­sches Recht Anwen­dung. Ent­spre­chen­des gilt für das sons­ti­ge Rechts­ver­hält­nis.

9.3. Der Gast kann den Gast­ge­ber nur an des­sen Sitz ver­kla­gen.

9.4. Für Kla­gen des Gast­ge­bers gegen den Gast ist des­sen Wohn­sitz maß­ge­bend. Für Kla­gen gegen Gäs­te, die Kauf­leu­te, juris­ti­sche Per­so­nen des öffent­li­chen oder pri­va­ten Rechts oder Per­so­nen sind, die ihren Wohn-/Ge­schäfts­sitz oder gewöhn­li­chen Auf­ent­halts­ort im Aus­land haben, oder deren Wohn-/Ge­schäfts­sitz oder gewöhn­li­cher Auf­ent­halt im Zeit­punkt der Kla­ge­er­he­bung nicht bekannt ist, wird als Gerichts­stand der Sitz des Gast­ge­bers ver­ein­bart.

9.5. Die vor­ste­hen­den Bestim­mun­gen gel­ten nicht, wenn und inso­weit auf den Ver­trag anwend­ba­re, nicht abding­ba­re Bestim­mun­gen der Euro­päi­schen Uni­on oder ande­re inter­na­tio­na­le Bestim­mun­gen anwend­bar sind.
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