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Natur pur in der Urlaubsregion Altenberg

Tiefenbacher Wasserfall

Natur erleben

Geschützte Lebensräume auf dem Kahleberg

Foto: Holger Menzer, Tourist-Information Altenberg

Die nordwestlichen Hanggebiete des Kahleberges sind mit einer Fläche von 22 ha als FFH-Gebiet “Kahleberg bei Altenberg” ausgewiesen. FFH-Gebiete sind Landschafts- oder Naturschutzgebiete in Europa, die Teil des “Natura2000”-Netzes sind und nach der FFH-Richtlinie (Flora ⟨Pflanzen⟩, Fauna ⟨Tiere⟩, Habitat ⟨Lebensraum⟩) ausgewählt wurden.

Besonders interessant im Gebiet des Kahleberges sind die Lebensräume der “Silikatschutthalden” und “Trockenen Heiden”. 

Durch mechanische Verwitterung entstanden die typischen Blockschutthalden aus Ryolith. Durch die gute Belüftung zwischen den Steinen bieten sie einen besonderen Lebensraum für Tiere und Pflanzen. Im Winter strömt warme Luft über die Halde, im Sommer ist es dagegen am Boden vergleichsweise kühl.

Der Lebensraum “Trockene Heiden” besitzt spärliche Vegetation mit Flechten, u.a. der Landkartenflechte, Moosen und Zwergsträuchern. Die Heide bietet mit ihren Teppichen von Heidekraut, Heidelbeere, Preiselbeere u.ä. einen guten Lebensraum für Wachtelkönig und Birkhuhn.

Der Wachtelkönig ist in der Roten Liste der Brutvögel Deutschlands als stark gefährdet eingestuft und auch das Birkhuhn gehört zu den streng geschützten Tierarten.

Naturschutzgroßprojekt „Bergwiesen im Osterzgebirge“

Naturschutzgroßprojekt „Bergwiesen im Osterzgebirge“
Naturschutzgroßprojekt „Bergwiesen im Osterzgebirge“
Foto: Holger Menzer, CC BY-SA, Tourist-Information Altenberg

Natur bewahren heißt Leben erhalten

Für den Naturschutz besonders wertvolle Bereiche stellen die seit 1440 von Bergleuten in der Blütezeit des sächsischen Bergbaus angelegten und bis heute noch extensiv genutzten und gepflegten Bergwiesen und Steinrücken am Geisingberg sowie die großflächigen Berg- und Freuchtwiesenkomplexe und Moorwalde dar.

Sowohl die Umgebung des Geisingberges als auch die Grenzwiesen Fürstenau und die Müglitz-Oberläufe haben eine europaweite Bedeutung für den Naturschutz und sind von der EU als Bestandteile des europäischen kohärenten Netzes besonderer Schutzgebiete mit der Bezeichnung “Natura 2000” (FFH-Gebiete) bestätigt worden.

Auf Berg- und Feuchtwiesen blühen vom Frühjahr bis zum Sommer besonders schutzwürdige Wiesenblumen sowie Orchideen- und Lilienarten wie z.B.:

  • Perücken-Flockenblume, Trollblume, Moor-Klee, Arnika, Weicher Pippau und Busch-Nelke
  • Breitblättriges, Geflecktes und Stattliches Knabenkraut
  • Feuerlilie
Naturschutzprojekt Bergwiese
Naturschutzprojekt Bergwiese
Foto: Holger Menzer, CC BY-SA, Tourist-Information Altenberg

Botanische Besonderheiten in den Moorgebieten entlang der böhmischen Grenze:

Rundblättriger Sonnentau, Rauschbeere, Moosbeere, Scheidiges Wollgras

Zur bemerkenswerten Insektenfauna gehören viele gefährdete Tagfalter‑, Heuschrecken- und Zikadenarten sowie Vertreter der Laufkäfer und Spinnen. Typische Tagfalter sind z.B.

 Schwalbenschwanz, Dukatenfalter, Mohrenfalter, Lilagoldfalter, Großer Perlmutterfalter

 Der aufmerksame und rücksichtsvolle Wanderer kann seltenen Vogelarten lauschen wie z.B.

 Braunkehlchen, Neuntöter, Kiebitz, Wachtelkönig, Schwarzstorch, Hohltaube, Uhu

 Von herausragender Bedeutung sind die weitgehend unzerschnittenen und unzersiedelten Offenlandbiotope für das Vorkommen des Birkhuhns. Diese in ganz Deutschland vom Aussterben bedrohte Vogelart hat im grenzübergreifenden Raum zur Tschechischen Republik die größte Population in den deutschen Mittelgebirgen.


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