14 Achttausender im Osterzgebirge”

Ein säch­si­sches Hima­la­ya? Die 14 Acht­tau­sen­der im Osterz­ge­bir­ge

Foto: Egbert Kamprath

Frank Meutz­ner, der säch­si­sche Berg­stei­ger-Guru schlecht­hin, hat­te die ver­rück­te Idee, die Acht­tau­sen­der des Hima­la­ya-Gebir­ges auch in das Osterz­ge­bir­ge zu brin­gen. Und er hat es geschafft!

Hier bei uns wer­den die Gip­fel jedoch in Dezi­me­tern gemes­sen und so haben wir in der Urlaubs­re­gi­on Alten­berg eine tol­le und inter­es­san­te Wan­der­tour, wel­che die erz­ge­bir­gi­schen „Acht­tau­sen­der“ mit­ein­an­der ver­bin­det.

Vom Gei­sin­g­berg, über die Lug­stei­ne bis hin zum Pöbel­kno­chen und natür­lich noch vie­le wei­te­re. Die 14 ver­schie­de­nen Gip­fel kann man auf unter­schied­lichs­te Art erwan­dern. Ganz geüb­te Wan­de­rer schaf­fen dies in zwei Tagen, aber man kann es auch ent­spannt ange­hen und „erklimmt“ die Gip­fel in noch meh­re­ren Etap­pen. Und es lohnt sich. Zum einen erlebt man die herr­li­che ursprüng­li­che Natur des Osterz­ge­bir­ges und auf der ande­ren Sei­te stellt sich auch die Fra­ge: „Wer kann schon von sich behaup­ten, meh­re­re Acht­tau­sen­der erklom­men zu haben.“ Übri­gens – auch auf 2 Rädern oder gar mit Ski­ern kann man die­se Tour bezwin­gen.

Das neue Star­ter­set ab 2018

Ab der Wan­der­sai­son 2018 wird es eine Neu­auf­la­ge der “14 Achttausender”-Tour geben, qua­si „14 Acht­tau­sen­der rel­oa­det“. Alles wur­de etwas auf­ge­hübscht und ange­passt. Das all­jähr­li­che Anwan­dern auf dem Kamm­weg am 01. Mai, gilt gleich­zei­tig als offi­zi­el­ler Start­schuss für die Wan­der­sai­son in unse­rer Regi­on. Die­sen Tag neh­men wir zudem zum Anlass, um das neue Star­ter­set für die 14 Acht­tau­sen­der zu prä­sen­tie­ren.

Gefüllt ist der Ruck­sack mit ver­schie­de­nen wich­ti­gen Wan­de­ru­ten­si­li­en (Pflas­ter, Regen-Pon­cho, Info-Fly­er zur Tour etc.) und der Stem­pel­kar­te. Damit ist man gegen das ein oder ande­re gewab­net, sodass es los­ge­hen kann. Ist die Stem­pel­kar­te dann voll­stän­dig aus­ge­füllt, gibt es im Tou­rist-Info-Büro Alten­berg eine klei­ne Beloh­nung. Den erfolg­rei­chen Wan­de­rer erwar­tet hier ein Gip­fel­stür­mer-T-Shirt.

Erhält­lich für 29,50 €

weitere Informationen:

Tou­rist-Info-Büro Alten­berg
Am Bahn­hof 1, 01773 Alten­berg
Tel. 035056 23993

Emp­foh­le­ne Sei­ten

 

 

Hier fin­den Sie einen Etap­pen­vor­schlag:

Start: Parkplatz Altenberg bis Geisingberg

Auf dem Park­platz Alten­berg (in Rich­tung Gei­sing / ober­halb der Pin­ge) geht die Wan­de­rung los. Es führt ein Wan­der­weg (blau­er Punkt) hin­auf zum Gip­fel des Gei­sin­g­berges (824 m), auf wel­chem eine Ein­kehr ins Wirts­haus und das Erklim­men des 18 m hohen Loui­sen­turms locken. Schaut man von der Aus­sichts­platt­form gen Süd­os­ten, sieht man links von der Kohl­hau­kup­pe (Erkenn­bar durch mar­kan­ten Aus­sichts­turm auf dem Gip­fel) schon den wei­te­ren Weg­ver­lauf in Rich­tung Fürs­ten­au. Stre­cke Park­platz bis Gei­sin­g­berg: ca 1 km

Vom Geisingberg zur Traugotthöhe

Blick über eine Wildblumenwiese zum Geisingberg - Foto: Herr PragerVom Gei­sin­g­berg wäh­len Sie ent­we­der die Schnei­se der “Sach­sen-Abfahrt” oder  den mar­kier­ten Wan­der­weg (blau­er Bal­ken) hin­ab nach Gei­sing und dort wei­ter der Mar­kie­rung fol­gend in Rich­tung Fürs­ten­au. Kurz vor dem Orts­ein­gang auf Höhe eines gro­ßen Stall­ge­bäu­des biegt der Weg rechts ab. Hier gelan­gen Sie über einen lang­ge­zo­ge­nen Hügel hin­auf zur Trau­gott­hö­he (806 m) – ein klei­ner Beton­pfahl mar­kiert den höchs­ten Punkt.
Stre­cke Gei­sin­g­berg – Trau­gott­hö­he: ca. 5 km

Von der Traugotthöhe zum Fuchshübel

Im Abstieg geht es auf dem glei­chen Weg zurück in Rich­tung Gei­sing bis links der Wan­der­weg Rich­tung Sil­ber­stol­len / Zinn­wald abbiegt. Von hier süd­lich an der Kohl­hau­kup­pe vor­bei (Mar­kie­rung: Gel­ber Punkt) lau­fen Sie bis zum Som­mer­weg. Ab da fol­gen Sie der blau gekenn­zeich­ne­ten Ski­loi­pen-Mar­kie­rung (“Ski­wan­der­weg Fuchs­hü­bel”) in nörd­li­cher Rich­tung und fol­gen die­sem bis zum höchs­ten Punkt im Wald – Fuchs­hü­bel (813m). Stre­cke Trau­gott­hö­he – Fuchs­hü­bel: ca. 4 km

Vom Fuchshübel über die Scharspitze zur BIWAK-Kuppe

Blick auf Geising über eine Wildblumenwiese - Foto: Herr PragerZurück auf dem Som­mer­weg und hin­ab nach Zinn­wald führt der Weg Sie wei­ter auf Ihrer Wan­de­rung. Im Zinn­wald zweigt unweit der Stra­ßen­kreu­zung in Rich­tung Gei­sing ein mar­kier­ter Wan­der­pfad (roter Bal­ken) nord­wärts in Rich­tung Alten­berg ab. Cir­ca. einen Kilo­me­ter geht es den soge­nann­ten “Lan­gen Gas­sen­weg” berg­auf bis zum “K-Flü­gel” – einer Wald­schnei­se, auf der wir rechts etwa 300 m ent­lang wan­dern und dann lin­ker­hand einem klei­nen Pfad hin­auf bis zur Schar­spit­ze (Schutz­hüt­te) fol­gen. Zurück auf dem K-Flü­gel über­quert die Tour erneut den rot mar­kier­ten “Gas­sen­weg”, dies­mal biegt ein klei­ner Pfad (Maus­wie­sel­weg) rechts in den Wald, wo man mit etwas Suchen im Gebüsch den höchs­ten Punkt fin­det – eine Auf­schich­tung spit­zer Gesteins­bro­cken auf einer klei­nen Lich­tung. Die­ser Gip­fel trägt seit dem 26.04.2004, in Anleh­nung an die gleich­na­mi­ge MDR- Fern­seh­sen­dung, den Namen „BIWAK-Kup­pe“ Stre­cke Fuchs­hü­bel – Schar­spit­ze – BIWAK-Kup­pe: ca. 3 km

Von der BIWAK-Kuppe zu den Lugsteinen

Wandern im Erzgebirge - Entspannung und Natur - Foto Egbert KamprathDer Abstieg erfolgt auf dem glei­chen Weg zurück nach Zinn­wald. An der Weg­kreu­zung “Neue Stra­ße” hal­ten Sie sich rechts in Rich­tung B 170 (Hoch­moor, Lug­stein), die ober­halb der Tun­nel­aus­fahrt am Grenz­über­gang über­quert wird (Wan­der­weg ist rot + grün mar­kiert). Unüber­seh­bar unter dem gro­ßen Umset­zer-Turm die bei­den zer­klüf­te­ten “Bro­cken”: Gro­ßer und Klei­ner Lug­stein. Stre­cke von der BIWAK- Kup­pe zu den Lug­stei­nen: knapp 3 km

Vom Lugstein zur unbenannten Spitze

Vom Hotel “Lug­stein­hof” wan­dern Sie die “Schnei­se 30” in Rich­tung Kah­le­berg (grü­ne Mar­kie­rung). Nach etwa 600 Metern biegt links der Geor­gen­fel­der Weg ab, der ent­lang der Biath­lon­stre­cken im Hof­manns­loch zur Schnei­se 28 führt. Die­se wird über­quert, wei­ter geht es für Sie auf dem Geor­gen­fel­der Weg bis zur Weg­kreu­zung “Gabel­weg”. Auf die­sem müs­sen Sie ca. 100 Meter ent­lang wan­dern (Rich­tung Nord­west) und dann einem klei­nen Tram­pel­pfad lin­ker­hand in den Wald fol­gen, bis Sie der Mei­nung ist, es geht nicht mehr höher.     Stre­cke: Lug­stein – unbe­nann­te Spit­ze: ca. 3 km

Von der Unbenannten Spitze zum Hemmschuh

Am bes­ten fol­gen Sie jetzt dem Gabel­weg in süd­li­cher Rich­tung gen Rehe­feld (hier ver­lau­fen gemein­sam der Euro­päi­sche Fern­wan­der­weg “Eisen­ach – Buda­pest” und der Euro­päi­sche Fern­wan­der­weg E3 “Atlan­tik – Erz­ge­bir­ge – Schwar­zes Meer). Im Ort Rehe­feld ange­kom­men hal­ten Sie sich rechts bis zum Ski­hang “Flei­scher­hang”, dort gehen Sie hin­auf zum höchs­ten Punkt, dem “Hemm­schuh”. Stre­cke Unbe­nann­te Spit­ze bis Hemm­schuh: 4,5 km

Vom Hemmschuh zur Schickelshöhe

Der Abstieg vom “Hemm­schuh” beginnt auf der ent­ge­gen­ge­setz­ten Sei­te in Rich­tung Grenz­über­gang Neu­re­he­feld (der Weg ist als Ski­loi­pe mar­kiert). Von dort fol­gen Sie immer dem Kamm­weg, ent­lang der Gren­ze, bis nach Neu­herms­dorf. Am Sport­ho­tel über­que­ren Sie rechts die Stra­ße (Anhalts­punkt: Hotel “Wet­tin”), dann am “Alten Zoll­haus” vor­bei auf der Stra­ße in Rich­tung Herms­dorf. Unüber­seh­bar sind die rie­si­gen Wind­rä­der, von da fehlt noch ca. 1 km bis zur Schi­ckels­hö­he – ein kaum erkenn­ba­rer Höhen­zug, aus­zu­ma­chen durch zwei Pfos­ten (je 2 m hoch) auf dem höchs­ten Punkt. Die­ser Teil gehört bei gutem Wet­ter (Fern­sicht) zu den land­schaft­lich schöns­ten Abschnit­ten der Tour! Stre­cke Hemm­schuh – Schi­ckels­hö­he: ca. 5 – 6 km

Von der Schickelshöhe zur Steinkuppe

Fol­gen Sie der Stra­ße zurück in Rich­tung Neu­herms­dorf, bie­gen Sie in Höhe der Wind­rä­der rechts ab und wan­dern ca. 150 m auf der klei­nen Neben­stra­ße bis zum Park­platz so fin­den Sie einen gelb mar­kier­ten Wan­der­weg, der in öst­li­cher Rich­tung in den Wald führt (“T-Weg”). Nach ca. 2 km ist man zurück auf den Kamm­weg, der ehe­ma­li­gen Eisen­bahn­stre­cke nach Mol­dau. Am “Teich­haus” ver­las­sen Sie den alten Bahn­damm. Jetzt führt links der gelb mar­kier­te Pfad wei­ter auf­wärts Rich­tung Fischer­bau­de und Stein­kup­pe, die man mit einem klei­nen Abste­cher links des Weges durch den Wald erreicht. Gekrönt wird die Basalt­kup­pe von einer Bank und sogar einem Gip­fel­buch! Stre­cke Schi­ckels­hö­he – Stein­kup­pe: ca. 5 – 6 km

Von der Steinkuppe zum Kannelberg

Den Abstieg vom Gip­fel wan­dern Sie in das Orts­zen­trum von Holz­hau – gegen­über vom Bahn­hof befin­det sich ein klei­ner Park­platz. Über den soge­nann­ten “Kalk­steig” oder den “Drei­tel­len­weg” kommt man direkt zum Lang­lauf­zen­trum Holz­hau. Dort fol­gen Sie etwa 500 m der Lang­lauf-Schnei­se zum klei­nen Obe­lis­ken, der den Gip­fel des Kan­nel­ber­ges mar­kiert. Stre­cke Stein­kup­pe – Kan­nel­berg: ca. 4 km

Vom Kannelberg zum Pöbelknochen

Vom Kan­nel­berg stei­gen Sie nord­wärts bis zur Fahr­stra­ße (Kalk­stra­ße) ab, der gel­ben Wan­der­weg­mar­kie­rung nach rechts fol­gen Sie bis zum Kalk­werk, dort geht es rechts ab und auf die­sem Weg übers Feld nach Herms­dorf wan­dern Sie wei­ter. An der Kir­che, an wel­cher sich eine grü­nen Mar­kie­rung befin­det, fol­gen Sie in Rich­tung Sey­de. In Sey­de bie­gen Sie nach rechts auf den Stem­pelstern­weg in Rich­tung Zinn­brü­cke ab und wan­dern über die Tal­stra­ße der Zinn­stra­ße, Sie fol­gen der Stra­ße bis zum Pöbel­bach­weg. Den Pöbel­bach­weg nach rechts geht es hin­auf bis zur Alten Zinn­stra­ße. Dort geht es wei­ter in Rich­tung Schel­l­er­hau bis zu dem klei­nen Rast­platz. Nun gehen Sie nach rechts, nach ca. 400 m biegt ein Wie­sen­weg nach rechts ab der zunächst recht steil und dann fla­cher wer­dend bis zu einem Jäger­stand und damit zum höchs­ten Punkt die­ses Stre­cken­ab­schnit­tes führt. Stre­cke Kan­nel­berg – Pöbel­kno­chen: ca. 11 km

Vom Pöbelknochen zur Stephanshöhe

Beim Abstieg vom Pöbel­kno­chen fol­gen Sie dem Weg bis zum Rast­platz zurück und bie­gen dort nach rechts auf den Land­weg ab. Die­sem Weg fol­gen Sie bis zur Schel­l­er­hau­er Dorf­stra­ße und gehen dann links den Juli­us Schmidt Steig bis zur Ste­phans­hö­he. Stre­cke Pöbel­kno­chen – Ste­phans­hö­he: ca. 3,5 km

Gesamt­län­ge der Wan­de­rung: ca. 50 Kilo­me­ter (abhän­gig vom genau­en Weg­ver­lauf)

Emp­foh­le­nes Kar­ten-Mate­ri­al

  • Topo­gra­phi­sche Kar­te “Osterz­ge­bir­ge Alten­berg” 1 : 25.000 / Staats­be­trieb Geo­ba­sis­in­for­ma­ti­on und Ver­mes­sung, Blatt 38
  • Osterz­ge­bir­ge – zwi­schen Dip­pol­dis­wal­de und Tepli­ce” 1 : 33.000 / Sach­sen Kar­to­gra­phie Dres­den, Nr. N03
  • Ski­re­gi­on Osterz­ge­bir­ge – Win­ter­sport­kar­te” 1 : 33.000 / Sach­sen Kar­to­gra­phie Dres­den, Nr. N26

“14 Acht­tau­sen­der im Osterz­ge­bir­ge”


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