Pingenwanderung auf dem Bergbaulehrpfad

Eine Wanderung dicht am Abgrund

blick zur pinge in altenberg, dahinter der geisingberg - foto: christian pragerVon der Altenberger Pinge über den Bergbaulehrpfad zum Bergbaumuseum

Eindrucksvoll liegt die Pinge direkt am Rand des Stadtgebietes von Altenberg. Dieser gewaltige Gesteinskrater zählt mit seiner Tiefe von etwa 150 m und seinem Durchmesser von 400 m zu den auffallendsten Bergbaudenkmalen der Region.

Die Entstehung des Einbruchtrichters ist auf die intensive Bergbautätigkeit am „Alten Berg“, wie das Bergwerk in der Geschichte Altenbergs ursprünglich genannt wurde, zurückzuführen. Der seit dem ersten Erzfund um 1440 aufblühende Bergbau fand an einem kalten Januarmorgen im Jahre 1620 ein jähes Ende. Gewaltige untertägige Brüche zerstörten große Teile des Altenberger Bergwerks, das durch die Vielzahl von Abbauräumen inzwischen völlig durchlöchert war. Dabei entstand an der Erdoberfläche ein großer Einbruchtrichter, den die Bergleute „Pinge“ nannten.

die pinge in altenberg - foto: christian pragerDurch den weiteren Erzabbau aus der Pinge und die spätere Nachsprengung der Pingenränder vergrößerte sich der Einbruchtrichter in den darauf folgenden Jahrhunderten beträchtlich.

In die Pinge hinein darf heute aus Sicherheitsgründen niemand mehr. Doch bei einer geführten Bergbauwanderung besteht die Möglichkeit, von einem Aussichtspodest dicht neben dem Pingenrand einen Blick in die Tiefe des Kraters zu wagen. Das Betreten dieser Plattform ist nur unter fachkundiger Aufsicht bei einer Pingenwanderung möglich.

Der markierte Bergbaulehrpfad rund um die Pinge leitet Sie zu denkmalgeschützten Bergbauzeugen, die heute von der traditionsreichen, 550 Jahre währenden Bergbautätigkeit in der Bergstadt Altenberg berichten.

Führungen von Mai bis Oktober

  • immer mittwochs 13.30 Uhr
  • Treff am Tourist-Info-Büro
  • Gruppenführungen nach Vereinbarung
  • im Juli und August zusätzlich jeden Samstag 10:30 Uhr

Preise:

  • Erwachsener 5,00 € / 4,50 € mit Gästekarte
  • Kinderermäßigung