Geschützte Lebensräume auf dem Kahleberg

Blick vom Kahleberg auf Trinkwasserspeicher, Galgenteiche und Johannesbad Raupennest - Foto: die-infoseiten.deDie nordwestlichen Hanggebiete des Kahleberges sind mit einer Fläche von 22 ha als FFH-Gebiet „Kahleberg bei Altenberg“ ausgewiesen. FFH-Gebiete sind Landschafts- oder Naturschutzgebiete in Europa, die Teil des „Natura2000“-Netzes sind und nach der FFH-Richtlinie (Flora ⟨Pflanzen⟩, Fauna ⟨Tiere⟩, Habitat ⟨Lebensraum⟩) ausgewählt wurden.

Besonders interessant im Gebiet des Kahleberges sind die Lebensräume der „Silikatschutthalden“ und „Trockenen Heiden“. 

Durch mechanische Verwitterung entstanden die typischen Blockschutthalden aus Ryolith. Durch die gute Belüftung zwischen den Steinen bieten sie einen besonderen Lebensraum für Tiere und Pflanzen. Im Winter strömt warme Luft über die Halde, im Sommer ist es dagegen am Boden vergleichsweise kühl.

Der Lebensraum „Trockene Heiden“ besitzt spärliche Vegetation mit Flechten, u.a. der Landkartenflechte, Moosen und Zwergsträuchern. Die Heide bietet mit ihren Teppichen von Heidekraut, Heidelbeere, Preiselbeere u.ä. einen guten Lebensraum für Wachtelkönig und Birkhuhn.

Der Wachtelkönig ist in der Roten Liste der Brutvögel Deutschlands als stark gefährdet eingestuft und auch das Birkhuhn gehört zu den streng geschützten Tierarten.