Bergbaumuseum Altenberg (Erzgebirge)

Führung durch 550 Jahre Bergbautätigkeit

Schaustollen im Bergbaumuseum Altenberg - Foto: Christian PragerHistorische Zinnwäsche und Museum, Führungen im Schaustollen: Dauer ca. 1 Stunde.

Wir entführen Sie in die harte und gefahrvolle, aber faszinierende Arbeitswelt der Altenberger Bergleute.
Glück auf!

Der Bergbau in der Gegend um Altenberg begann in der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts. Um 1440 entdeckten Bergleute am Fuße des Geisingberges eine ausgedehnte Zinnerz-Lagerstätte. Mit dem Fündigwerden des „Altenberger Zwitterstocks“ begann eine intensive Bergbautätigkeit. Nach der Förderung von 37 Millionen Tonnen zinnhaltigem Erz mußte im Jahre 1991 die Erzgewinnung und -verarbeitung aus Rentabilitätsgründen eingestellt werden. Eine Reihe von bergbaulichen Zeitzeugen und Denkmalen künden heute von der traditionsreichen, 550 Jahre währenden Bergbautätigkeit in der Bergstadt Altenberg (Erzgebirge).

Historische Zinnwäsche im Bergbaumuseum Altenberg - Foto: Christian PragerDas Bergbaumuseum als Denkmal

Einen herausragenden Denkmalskomplex stellt das Bergbaumuseum mit seinen verschiedenen Besichtigungsbereichen dar, die den Besuchern einen geschlossenen Überblick von der Erzgewinnung unter Tage bis hin zur Erzaufbereitung in den Erzwäschen über Tage bieten:Der ursprünglich 1802 zu Erkundungszwecken aufgefahrene „Neubeschert-Glück-Stollen“ dient heute als Museums-Schaustollen.

Führungen, Schaustollen, Technik

Bei der ca 1-stündigen Führung unter Tage erfährt man direkt „vor Ort“, mit welchen Methoden und Geräten das anstehende Zinnerz gewonnen wurde. In der Historischen Zinnwäsche geben die funktionsfähigen historischen Historische Zinnwäsche im Bergbaumuseum Altenberg - Foto: Christian PragerAufbereitungsmaschinen, wie das 40-stemplige Pochwerk oder die wasserradgetriebenen Langstoßherde, einen eindrucksvollen Einblick in die umfangreichen Arbeitsabläufe bei der Zinnerzaufbereitung. Diese ehemalige Erzwäsche ist die letzte erhaltene Anlage eines umfangreichen Systems von früheren Erzaufbereitungen am östlichen Rand von Altenberg und gilt heute von Größe und Ausstattung her als einmalig in Europa.

Eine Auswahl von Bergbaugeräten auf der Museumsfreifläche vor dem Stollenmundloch zeigt den technischen Stand des Altenberger Bergbaus vor der Schließung der Grube im Jahre 1991.

Der Bergbaulehrpfad rund um die Altenberger Pinge macht mit denkmalgeschützten Bergbausachzeugen verschiedener Jahrhunderte bekannt. Bei einer geführten Bergbauwanderung über den Lehrpfad ist von einem speziellen Aussichtspodest am Pingenrand ein überwältigender Blick in die heute fast 150 m tiefe Pinge möglich.

Bergbaumuseum Altenberg

Mühlenstraße 2
01773 Altenberg

Tel. 03 50 56 / 3 17 03
Fax 03 50 56 / 3 25 42
www.bergbaumuseum-altenberg.de

Öffnungszeiten:

  • Mo – Do, Sa, So, Feiertag 10 – 16 Uhr
  • Freitag geschlossen
  • Beginn letzte Führung Schaustollen 15.30 Uhr

Schaustollen im Bergbaumuseum Altenberg - Foto: Christian PragerEmpfehlungen für einen entspannten Besuch:

  • Bitte denken Sie an warme Kleidung und festes Schuhwerk. Die Temperatur im Schaustollen sind Sommer wie Winter gleichbleibend bei 8°C – 10°C.
  • Führung Schaustollen: ca 45 Min.
  • Führung Zinnwäsche: ca. 30 Min.
  • Gruppenbesuche bitten wir, vorher anzumelden
  • Parkplätze für PKW sowie Busse befinden sich in direkter Museumsnähe
  • Bergbauliteratur, Ansichtskarten und Souvenirs halten wir für Sie an der Museumskasse bereit